Entscheidung vollständig prüfen
Maßgeblich sind unter anderem Aufenthaltsdauer, familiäre Bindungen, Kindeswohl, Gesundheitszustand, bisheriger Aufenthalt und die Begründung der Behörde.
Mögliche Schritte
- Klage gegen belastende Bescheide
- Eilantrag beim Verwaltungsgericht
- Prüfung von Abschiebungsverboten und Duldungsgründen
- Kommunikation mit Ausländerbehörde und Gericht
Sofort bereithalten
Bescheid mit Zustellnachweis, Pass und Aufenthaltspapiere, Angaben zu Familie und Kindern, medizinische Nachweise sowie sämtliche Behördenkorrespondenz.
Ausweisung und Abschiebung unterscheiden
Eine Ausweisung bewertet, ob ein weiteres Aufenthaltsrecht trotz öffentlicher Interessen bestehen kann. Eine Abschiebungsandrohung betrifft die Durchsetzung der Ausreisepflicht. Beide Entscheidungen können in einem Bescheid verbunden sein, erfordern aber unterschiedliche Prüfungen.
Persönliche Bindungen vollständig darstellen
Aufenthaltsdauer, Ehe, Kinder, Sorge und Umgang, Ausbildung, Arbeit, Gesundheitszustand und Bindungen zum Herkunftsstaat können für die Verhältnismäßigkeit wichtig sein. Behauptete Straftaten oder Verurteilungen müssen im ausländerrechtlichen Zusammenhang eigenständig gewichtet werden. Bei Vollzugsgefahr ist zu prüfen, ob neben einer Klage ein Eilantrag erforderlich ist.