Kommunikation vollständig sichern
Einzelne Screenshots können einen falschen Eindruck vermitteln. Speichern Sie möglichst vollständige Verläufe mit Datum, Absender und Kontext.
Rechtlich zu unterscheiden
- Beleidigung und mögliche Rechtfertigung
- Bedrohung mit einer rechtswidrigen Tat
- Nötigung durch Gewalt oder Drohung
- Strafantrag und Antragsfrist
- gegenseitige Vorwürfe und Beweisbarkeit
Kontakt vermeiden
Weitere direkte Auseinandersetzungen können die Situation verschärfen. Bestehende Kontakt- oder Näherungsverbote sind strikt zu beachten.
Wortlaut, Zusammenhang und Beweise sichern
Bei Vorwürfen wegen Beleidigung, Bedrohung oder Nötigung kommt es auf den genauen Wortlaut, den Gesprächszusammenhang und das eingesetzte Mittel an. Einzelne Nachrichten dürfen nicht aus einer längeren Kommunikation herausgelöst betrachtet werden. Screenshots sollten deshalb mit Datum, Absender und Verlauf gesichert werden; bei Sprachnachrichten oder öffentlichen Beiträgen sind Fundstelle und mögliche Zeugen wichtig.
Beschuldigung und Gegenanzeige besonnen behandeln
Eine emotionale Antwort oder vorschnelle Gegenanzeige kann die Beweislage unnötig verkomplizieren. Beschuldigte sollten vor einer Einlassung Akteneinsicht abwarten. Betroffene sollten prüfen lassen, welche Nachweise vorliegen, ob ein Strafantrag erforderlich ist und ob neben dem Strafverfahren Schutzmaßnahmen oder zivilrechtliche Schritte sinnvoll sind.