Die einzelnen Voraussetzungen zählen
Zu prüfen sind Täuschung, Irrtum, Vermögensverfügung, Schaden und Vorsatz. Der zeitliche Ablauf und die Vorstellungen bei Vertragsschluss können besonders wichtig sein.
Typische Beweismittel
- Verträge, Rechnungen und Zahlungsbelege
- E-Mails, Messenger-Verläufe und Plattformdaten
- Geschäftsunterlagen und Kontobewegungen
- Zeugen und interne Zuständigkeiten
Unterlagen nicht nachträglich verändern
Sichern Sie Originaldateien und vollständige Kommunikation. Eine Einordnung erfolgt nach Akteneinsicht und geordneter Sichtung der Dokumente.
Vorgang vollständig abbilden
Täuschung, Irrtum und Vorsatz konkret untersuchen
Eine unbezahlte Rechnung, ein gescheitertes Geschäft oder eine spätere Vertragsverletzung ist nicht automatisch Betrug. Entscheidend ist unter anderem, welche Angaben wann gemacht wurden, welche Vorstellung die Beteiligten hatten und ob bereits bei Vertragsschluss ein entsprechender Vorsatz bestand.
- Chronologie erstellen: Angebot, Vertrag, Leistung, Rechnung und Kommunikation zeitlich ordnen.
- Originale erhalten: E-Mails, Chats, Kontodaten und Dateien nicht verändern.
- Privates und Unternehmen trennen: Rollen, Zuständigkeiten und Freigaben dokumentieren.
Bei umfangreichen Vorgängen muss der konkrete persönliche Tatbeitrag von Abläufen anderer Personen abgegrenzt werden. Auch Einziehung und Vermögenssicherung können wirtschaftlich bedeutsam sein.