Fachanwalt für Strafrecht · Vermögensdelikte

Betrugsvorwürfe anhand von Akte und Unterlagen prüfen.

Bei Vertrags- und Zahlungsvorgängen liegt die entscheidende Grenze häufig zwischen zivilrechtlichem Konflikt und strafbarer Täuschung.

Die einzelnen Voraussetzungen zählen

Zu prüfen sind Täuschung, Irrtum, Vermögensverfügung, Schaden und Vorsatz. Der zeitliche Ablauf und die Vorstellungen bei Vertragsschluss können besonders wichtig sein.

Typische Beweismittel

  • Verträge, Rechnungen und Zahlungsbelege
  • E-Mails, Messenger-Verläufe und Plattformdaten
  • Geschäftsunterlagen und Kontobewegungen
  • Zeugen und interne Zuständigkeiten

Unterlagen nicht nachträglich verändern

Sichern Sie Originaldateien und vollständige Kommunikation. Eine Einordnung erfolgt nach Akteneinsicht und geordneter Sichtung der Dokumente.

Vorgang vollständig abbilden

Täuschung, Irrtum und Vorsatz konkret untersuchen

Eine unbezahlte Rechnung, ein gescheitertes Geschäft oder eine spätere Vertragsverletzung ist nicht automatisch Betrug. Entscheidend ist unter anderem, welche Angaben wann gemacht wurden, welche Vorstellung die Beteiligten hatten und ob bereits bei Vertragsschluss ein entsprechender Vorsatz bestand.

  1. Chronologie erstellen: Angebot, Vertrag, Leistung, Rechnung und Kommunikation zeitlich ordnen.
  2. Originale erhalten: E-Mails, Chats, Kontodaten und Dateien nicht verändern.
  3. Privates und Unternehmen trennen: Rollen, Zuständigkeiten und Freigaben dokumentieren.

Bei umfangreichen Vorgängen muss der konkrete persönliche Tatbeitrag von Abläufen anderer Personen abgegrenzt werden. Auch Einziehung und Vermögenssicherung können wirtschaftlich bedeutsam sein.